Bildungsbrücken. Großpolnisch- hessische Comenius Regio-Zusammenarbeit

In vielen europäischen Ländern tritt ins erwachsene Leben eine Generation ein, die eine Welt ohne Computer, Handys und Internetzugang nicht kennt. Welche Bedeutung hat das für die Bildung? Immer häufiger stellen sich die Schulleiter und die Lehrer die Frage. Eine der Ideen für Entwicklung neuer Bildungslösungen ist durch Landkreis Grodzisk Wielkopolski initiiertes internationales Projekt Comenius Regio:Multimediale Welt der digitalen Einheimischen Neue Medien in der Oberschule, durchgeführt in Partnerschaft mit den deutschen Bildungseinrichtungen in Hessen.

Auf der polnischen Seite nehmen am Projekt: Ośrodek Doskonalenia Nauczycieli [Lehreraus- und –fortbildungseinrichtung] in Poznań und zwei Schulen aus Grodzisk Wielkopolski, Zespół Szkół Ponadgimnazjalnych [Schulzentrum für die Sekundarstufe 2] und Liceum Ogólnokształcące [Allgenmeinbildendes Lyzeum] teil. Die Mobilitäten in Rahmen des Projektes haben unter anderem folgendes zum Ziel:

  • Erfahrungsaustausch zwischen Großpolen und Hessen im Bereichder Anwendung elektronischen Medien in der Verwaltung, Management, in Lehreraus- und Fortbildung und im Ausbildungsprozess in der Schule,
  • Vorbereitung und Beschreibung der Beispielen von guter Praxis, die die Anwendungsmöglichkeiten der Medien in ausgewählten allgemeinbildenden und berufsbezogenen Unterrichtsstunden darstellen, darunter Beschreibungen der von polnisch-deutschen Lehrerpaaren vorbereiteten Unterrichtsprojekten, die von den Schülern in beiden Partnerregionen durchgeführt werden.
  • Kompetenzen Entfaltung der in der Allgemeinbildung und Berufsbildung im ICT-Bereich tätigen Oberschule Lehrer mit dem Schwerpunkt der vielseitigen Anwendung der Multimedien im Bildungsprozess.

Die Zusammenarbeit zwischen der polnischen und deutschen Gruppe begann im Herbst 2013 nach Antragannahme von Stiftung für Entwicklung des Bildungssystems, die als Nationalagentur für EU-Zuschüsseverteilung, für Bildungsmaßnahmen zuständig ist. Anfang Oktober waren die deutschen Lehrer, die die Projektteilnehmer sind in Grodzisk zu Gast. Das Ergebnis dieses Besuches war ausführliche Bestimmung der Zusammenarbeitsgrundlagen der Schulen.

Es wurde Entscheidung über Start der Bildungsplattform-Moodle getroffen. Die hessischen Gäste haben sich mit Landkreisbehörden und Vertreter von Lehreraus- und -fortbildungseinrichtung getroffen und beide Schulen besucht.

Gegenbesuch hat am 2-6. Dezember laufenden Jahres stattgefunden. Delegationsleiter war Landrat von Grodzisk Wielkoplski Herr Mariusz Zgaiński. Zur Gruppe gehörten auch Vorstandsmietglied Herr Sławomir Górny, Leiterin von Zespół Szkół Ponadgimnazjalnych [Schulzentrum für die Sekundarstufe 2] Frau Anna Matysiak, Leiter von Liceum Ogólnokształcące [Allgenmeinbildendes Lyzeum] Herr Maciej Mendel, Leiterin der Bildungs-, Kultur- und Marketingabteilung im Landratsamt Grodzisk Wielkopolski Frau Grażyna Streczak, Leiterin des Fachkabinettes für kontinuierliche Fortbildung bei Lehreraus- und –fortbildungseinrichtung in Poznań Frau Iwona Wysocka, Berater für informations-kommunikation Technologie bei Lehreraus- und –fortbildungseinrichtung in Poznań Pan Roman Dwulit und die Lehrer von Zespół Szkół Ponadgimnazjalnych Herr Sławomir Kwaśny und Herr Grzegorz Morkowski.

Besuchsprogramm wurde, so geplant, dass die Vertreter einzelnen Einrichtungen eine Gelegenheit hatten, sich mit ihren deutschen Amtskollegen zu unterhalten und die Besonderheiten ihrer Arbeit kennen zu lernen. Der Hauptpunkt der offiziellen Treffen war ein Besuch des Landrates von Lahn-Dill-Kreis Herrn Wolfgang Schuster und seinen Vertreter Heinz Schreiber in der Schule in Wetzlar, wo die polnische Gruppe geplante Beobachtungen der ausgewählten Unterrichtsstunden hatte. Das Treffen und Gespräch beider Landräte ist in netter Atmosphäre verlaufen. Herr Landrat Zgaiński hat die Besonderheit des Regions und vor Kreisleitung offenstehenden Aufgaben dargestellt. Zum Schluss hat er dem deutschen Kollegen Informationsmaterialien über Landkreis Grodzisk und ein schönes Gemälde, das den Stadtteil darstellte geschenkt.

Das Gespräch resultierte mit Einladung des hessischen Landrates nach Grodzisk. Der polnischen Delegation wurde versprochen, dass der Gegenbesuch der Vertreter des Lahn-Dill-Kreises im März 2014 stattfindet.

Ein wichtiges Element des Aufenthaltes war der Besuch in Partnerschulen. Die Projektteilnehmer haben die Unterrichte in der Theodor-Heus- Berufsschule Wetzlar und Willy-Brandt-Schule Gießen beobachtet. Die Leiter beider Schulen: Frau Evelyn Benner und Herr Georg Wittich haben sich bemüht der polnischen Gruppe nicht nur Schulgebäuden und Ausstattung der Räume zu zeigen, sondern auch über laufenden Schwierigkeiten und Zukunftsplänen zu berichten.

Sie haben auf Stärken und Schwächen ihrer Schulen hingewiesen. Die Projektteilnehmer haben sich über Notwendigkeit der Anwendung der neuen Medien in den Schulen und über Interessewecken in dem Bereich bei den Schülern unterhalten. Die Teilnehmer der polnischen Gruppe haben die Gelegenheit gehabt an verschiedenen Unterrichtsstunden, z .B. Mathematik, Rechnungswesen, Design, Schneiderei, Informatik teilzunehmen.

Hauptinteresse der Beobachter hat sich auf Analyse, wie und warum die Lehrer im Unterricht moderne information-kommunikations Technologie anwenden konzentriert. Es gab auch eine Möglichkeit die Fragen zu stellen und zu betrachten, wie die deutschen Jugendlichen arbeiten und welche Methoden von Lehrern im Unterricht zur Schüleraktivierung angewendet werden. In beiden Schulen haben die Schüler der gastronomischen Fachrichtungen unter Aufsicht der Berufslehrer speziell für uns sehr leckere Mittagessen geplant und gekocht. In einer der Schulen gab es sogar polnischsprachiges Menü! In den weiteren Tagen haben die Teilnehmer an weiteren Projektpunkten in Giessen gearbeitet. Dank der Kollegen von Europaseminar Giessen hatte die polnische Delegation die Möglichkeit durch zauberhafte Stadt Wetzlar mit dem Reiseführer zu gehen. Der schöne Dom und historische Altstadt hat alle Besichtigenden beindruckt.

Stadtgeschichte und die Zusammenhänge mit Goethe und unumstrittene Rolle der Altstadt als führendem Optikindustriezentrum haben den Projektteilnehmern den Zusammenhang der gegenseitigen Verhältnisse zwischen den Regionen bewusst gemacht. „Höhepunkt des Programms“ war der Besuch im traditionellen Weihnachtsmarkt, der in jeder Stadt anders ist und die Veranstalter sich bemühen diese Originalität und Besonderheit zu unterstreichen und zu pflegen. Gemeinsamkeit ist schöne Einrichtung, viele Weihnachtsartikel und natürlich würziger Glühwein. Am letzten Tag in Hessen hat die polnische Gruppe ein Teil der im Region größten Stadt- Frankfurt am Main besichtigt. Schon Einfahrt mit mehrspuriger Autobahn hat allen klar gemacht, wie riesig die Stadt ist, die eine Rolle der europäischen Finanz- und Businesszentrum spielt. Riesige gläserne Hochhäuser und gigantische Verkehrstaus waren ersten Anzeichen der europäischen Metropolie, die jeder Tourist gleich nach der Ankunft beobachtet. Reiseführerrolle hat Projektkollege, Koordinator der deutschen Gruppe Herr Richard Spanke übernommen. Er hat für alle Mini-Reiseführer mit wichtigsten Plätzen von Frankfurt vorbereitet. Die Projektteilnehmer haben Dom, Rathaus und ein Teil der Altstadt mit dem Gebäude des ersten hessischen Parlaments gesehen.  Der Spaziergang durch die Frankfurterstraßen war ein interessanter Anreiz zur Beobachtung des Stadtlebens und zum Bewundern, wie beeindruckend die alten Gebäuden mit hypermodernen Bebauung aus Glas, Beton und Stall verschmelzen und dabei nichts aus ihrer altehrwürdigen Aussehen verlieren. Zum Schluss ist die ganze Gruppe zum Kai gekommen um auf einer der Brücken die Stadtpanorama bewundern zu können. Frankfurtbesichtigung hat Aufenthalt der plinischen Delegation in Hessen beendet.

Das nächste Treffen der beiden Parnerteams wurde im April 2014 geplant. Die deutschen Lehrkräfte kommen nach Grodzisk und besichtigen auch Poznań. Es wurden auch gemeinsame Workshops und Besuche in den Schulen geplant. Bis dahin treffen sich die Projektteilnehmer virtuell auf der von Lehreraus- und -fortbildungseinrichtung in Poznań vorbereiteten Modle-Plattform und werden zusätzliche Fertigkeiten im Bereich informativen Technologie gewinnen und sich mit gemeinsamen polnisch-deutschen Unterrichtskonzepten auseinandersetzen, die sie dann mit den Schülern erproben und dann deren Nützlichkeit beurteilen. Die Schlussfolgerungen aus dieser Arbeit bilden einen Ausgangspunkt zum weiteren Schritt der Projektarbeit. Im Mittelpunkt befindet sich der Schuler und seine Bedürfnisse.

Die Lehrer prüfen, wie weit ihre Ideen für Anwendung der neuen Medien sich mit Erwartungen der Schüller decken. Die Projektteilnehmer haben noch viel Arbeit aber bei kulanter Atmosphäre in allen Schulen und bei der freundlichen Unterstützung der Behörden der beiden Landkreise und dank des Einsatzes der Schulleiter wird es gelingen Erfolg zu erzielen.

Autor: Iwona Wysocka

Kategorien: Aktualności

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